Thermodrucker Beispiele Bestandteile und Funktion

Thermodrucker – (Thermotransferdrucker oder Thermosublimationsdrucker)

Ein Thermodrucker hat nichts mit den typischen Faxgeräten, oder Kassensystem von denen die Nachrichten und Rechnungen ausgedruckt werden zu tun. Diese Druckerarten arbeiten mit einem speziellen wärmeempfindlichen Papier, das Druckzeichen auf das Papier prägt.

Der Thermodrucker, Thermotransferdrucker oder Thermosublimationsdrucker ist ein sehr hochwertiger und qualitativer Drucker. Dieser Drucker wird meist in bereichen eingesetzt wo 1A Fotorealistische-, Werbungs- oder Publishing- Ausdrucke benötigt werden.

Will man also zum Beispiel professionelle Broschüren drucken, mit der Werbung für ein Geschäft oder eine Partei gemacht werden soll, einen Flyer, mit dem auf eine Veranstaltung hingewiesen wird oder auch ein kleines Plakat, mit dem Aufmerksamkeit erzeugt werden soll, dann ist man mit dem Thermodrucker bestens bedient. Aber auch Werbebanner, die beispielsweise länger draußen hängen um auf ein Stadtfest, einen Weihnachtsmarkt oder ein ähnliches Ereignis hinzuweisen, lassen sich mit einem Thermodrucker hervorragend herstellen. Denn das Druckergebnis überzeugt nicht nur durch seine gute Qualität, sondern auch durch seine Wasserbeständigkeit. Das Werbebanner kann also getrost über längere Zeit im Freien hängen und nass werden, man kann es dennoch weiterhin gut lesen. Das einzige Problem ist und bleibt natürlich der Preis: Im Vergleich zu Tintenstrahldruckern entstehen bei Thermodruckern durch das speziell benötigte Papier und natürlich bereits auch schon in der Anschaffung deutlich höhere Kosten.

Der Thermotransferdrucker und die Funktionsweise:
Es wird bei einem Thermotransferdrucker eine spezielle Polyesterfolienbasierende Trägerolie verwendet. Diese Polyesterfolie ist mit einem Wachsfarbstoff beschichtet, der dann durch viele einzeln- Horizontalangeordnete Heizelemente auf das Papier „Abgeschmolzen“ oder besser ausgedrückt abgelegt wird.
In Thermotransferdrucker werden meist monochrome(Schwarz), dreifarbige (Cyan, Magenta, Yellow) oder vielleicht sogar auch vierfärbig (CMYK= Cyan, Magenta, Yellow, blacK) Thermotransferfolien verwendet.

Eine Thermotransferfolie = Seitengroße Segmente der einzelnen Farben.
Beim Drucken wird immer Folie für Folie eingezogen und abgerollt. Es wird die Thermotransferfolie eingezogen, an den angelangten Heizelementen wird dann über all wo auf dem Druckbild die Farbe z.B. Cyan vorkommt abgerollt. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange mit allen restlichen Thermotransferfolien (in den Farben zb. CMYK= Cyan, Magenta, Yellow, blacK), bis das komplette Druckbild gedruckt wurde.

Die Vorteile von einem Thermotransferdrucker:
Die Vorteile liegen klar auf der Hand! Es werden nämlich absolut scharfe, schöne und licht bzw. Wasserechte Druckbilder ausgedruckt.

Die Nachteile von einem Thermotransferdrucker:
Das Problem an diesen schönen Druckergebnissen ist der Verschleiß bzw. auch die Kosten.
Es wird nämlich immer die gesamte Wachsfolie abgerollt (auch wenn die Farbe nicht wirklich oft vorkommt).
Die Kosten hängen also auch nicht von der Farbanzahl oder dem Deckungsgrad ab, da ja immer die komplette Folie verbraucht wird. Die Kosten für eine Dreifarbrolle belaufen sich auf ungefähr 1€ pro Seite (diese Kosten würde z.B. auch bei einem hochwertigen Ausdruck eines Tintenstrahldruckers rauskommen)!

Der Thermosublimationsdrucker und seine Funktionsweise:
Die Thermosublimationsdrucker werden in erster Linie für hochwertige und Fotorealistische Ausdrucke benötigt (ca. 16,7 Mio. Farben). Diese Drucker verwendet gleich wie der Thermotransferdrucker, einen Spezielle „Trägerfolie“.
Die in den Farben CMYK= Cyan, Magenta, Yellow und blacK zum Einsatz kommen. Das Abschmälzen (abrollen) der Folie ähnelt auch ziemlich dem des Thermotransferdruckers. Es unterscheidet sich aber nur ein spezieller Punkt. Das Wachs wird mit einer so hohen Temperatur abgeschmolzen so das es gasförmig
in das Spezialpapier hinein diffundiert.
Sublimation kann man auch dazu sagen, dass es ja das Überspringen eines Aggregatzustandes bedeutet. In unserem Fall wird das Feste Wachs in den Gasförmigen Zustand übergehen.

Die Farbintensität kann man mit Hilfe der Temperatur regeln (bis zu 256 einzelne Stufen). Je höher desto stärker ausgeprägt die Farbe. Ein Thermosublimationsdrucker erreicht so eine Auflösung von etwa 300 x 300 dpi (Halbtöne können durch das verschmelzen von Farben im Papier erzeugt werden).

Vorteile eines Thermosublimationsdrucker:
Die hervorragende Druckqualität

Nachteile eines Thermosublimationsdrucker:
Der Preis! Die tolle Qualität spiegelt sich leider im Preis wieder, der bei etwa ca. 2-3 € pro Seite liegt. Wie bei dem Thermotransferdrucker wird stets immer die ganze Farbrolle für einen Ausdruck abgerollt. Diese beiden soeben vorgestellten Verfahren sind nicht die einzigen die es gibt. Es gibt auch noch einen Vielzahl von anderen Thermoverfahren die z.B. wie ein Tintestrahldrucker verfahren.

Einige Beispiele.:

Lexmark (Color Jetprinter):
Hier wird keines der Beiden bereits erklärten Verfahren verwendet. Es kommt bei diesem Drucker einen spezielle art vom BubbleJet- oder Piezo- Verfahren zum Einsatz..

Tetronix (Phaser 360):
Sollte eigentlich unter den Farblaserdruckern vorzufinden sein. Dieser Drucker hat aber etwas Spezielles an sich. Dieser Drucker ist so einen art Festtintenstrahldruckers. Es wird einen „Feste Tinte“ verwendet (Wachsstifte werden geschmolzen und dann auf das Papier gedruckt).

ALPS (MD-2010 Fotodrucker 600 x 600 dpi):
Dieser Fotodrucker verwendet die Micro-Dry-Verfahren. Dieses Verfahren verwendet spezielle Farbbänder die das Druckbild auf das Papier prägen. Dieser Ausdruck hat eine überraschend gute Qualität und ist auch noch Wasserfest. In diesem Fall wird im vergleich zum Thermotransfer und Thermosublimations- Drucker wahres Geld gespart!

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