Tonerkartuschen selbst wiederbefüllen; Tipps & Tricks

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Tonerkartuschen selbst wiederbefüllen; Tipps & Tricks

Beitragvon Daniel » 30.04.2013, 10:13

Vorweg das Legale: Weder die Wiegand & Partner GmbH noch die MSK Bürotechnik und Handels-GmbH sind verantwortlich für mögliche Schäden oder Verschmutzungen, die durch das eigenmächtige Wiederbefüllen an Ihrem Drucker, ihrer Kartusche oder in der Umgebung entstehen. Auch dafür, dass die Wiederbefüllung erfolgreich ist, können wir keinerlei Garantie übernehmen, da wir den Zustand der wiederzubefüllenden Kartusche nicht kennen und auf den Wiederbefüllungs-Vorgang keinen Einfluss haben. Wiegand & Partner bzw. die MSK Bürotechnik und Handels-GmbH liefern mit den Toner-Refill-Kits ausschließlich Toner und Chip und gibt die allgemeinen Wiederbefüllungs-Hinweise auf dieser Seite, für den Wiederbefüllungs-Prozess selbst ist ausschließlich der Anwender verantwortlich.

Liste aller unserer Toner-Refill-Kits

Gewisse Bastelerfahrungen sind für eine erfolgreiche Wiederbefüllung Voraussetzung. Obwohl unsere Refillkits hauptsächlich für Kartuschen sind, deren Wiederbefüllung im Vergleich zu vielen anderen vergleichsweise einfach ist, sollten Sie dennoch keine Angst vor Schrauben, Kleben und Bohren haben. Anwender mit zwei linken Händen sollten wenn möglich unsere professionell wiederbefüllten Ampertec-Kartuschen ins Auge fassen, die preislich ebenfalls deutlich unter Originalware liegen.

Vorgehen:

1. Eingangsprüfung
Bevor Sie anfangen sollten Sie –sofern das möglich ist- sicherstellen, dass die zu befüllende Kartusche einwandfrei funktioniert und keine mechanischen Defekte aufweist. Wenn Sie die Kartusche selbst leergedruckt haben und wissen, dass das Druckbild in Ordnung ist, können Sie sich diesen Test eventuell sparen. Durch die Eingangsprüfung wissen Sie, ob nach der Wiederbefüllung auftretende Probleme vorher schon bestanden oder nicht.

2. Vorbereitung
Werkzeug und Arbeitsplatz sollten vorbereitet werden. Beim Umgang mit Tonerpulver ist zu beachten, dass es sich um eine sehr feine, quasi-flüssige Substanz handelt, deren Partikel zu klein sind für konventionelle Staubsauger, so dass diese den Filter passieren und im Raum verteilt werden – bzw. den Staubsauger verstopfen. Nutzen Sie zum Saubermachen lieber einen feinporigen Spezialsauger oder besser gleich ein feuchtes Tuch. Ein Atemschutz verhindert, dass Sie den Toner einatmen. Und da Toner ein Pulver ist, besteht beii einem bestimmten Mischverhältnis die Gefahr einer Staubexplosion, wenn zusätzlich offenes Feuer ins Spiel kommt.

3. Kartusche öffnen
Jede Kartusche sieht anders aus und ist deshalb nicht immer gleich zu öffnen. Bei einigen muss man mehrere Teile wegbauen, um an das Toner-Reservoir zu kommen, bei anderen ist dieses leicht zugänglich. Einige Regeln gelten jedoch für alle Kartuschen:

• Behandeln Sie die Einzelteile vorsichtig. Besonders die Fotoleitertrommel darf keinerlei Kratzer bekommen und auch nicht zu lange dem Licht ausgesetzt werden, da sie sonst durch photochemische Reaktion kaputt geht. Mechanische Beschädigungen der Fotoleitertrommel erkennen Sie daran, dass auf dem Ausdruck mehrmals untereinander derselbe Fehler ist, denn für ein gesamtes A4-Blatt dreht sich die Trommel -je nach Umfang- mehrere Male.

• Beim Öffnen des Korpusses, wenn dieser keinen Füllstutzen hat, ist gelegentlich durchaus etwas Gewalt nötig – denken Sie dabei aber immer daran, dass sie diesen wieder nahtlos verschließen müssen am Ende.

• Bei manchen Kartuschen öffnet man den Korpus am besten komplett mit einem Schraubenzieher oder (mühsamer) einem Teppichmesser, in anderen Fällen ist es sinnvoller, ein Loch zur Tonerbefüllung reinzubohren und dieses danach wieder zu verschließen.

• Säubern sie die Kartusche und ihre Einzelteile vor dem Wiederbefüllen so gut es geht. Für ein gutes Druckbild ist dies unerlässlich, und je sauberer die Kartusche ist, umso besser das Druckbild.

• Leeren sie – sofern es in Ihrer Kartusche einen gibt und dieser zugänglich ist - den Resttonerbehälter

4. Wiederbefüllung
Schütteln Sie vor dem Gießen des Toners immer die verschlossene Flasche kräftig, dann klumpt der Toner nicht zusammen und lässt sich kontinuierlich wie eine Flüssigkeit gießen ohne den „Ketchup-Effekt“, wenn kurzzeitig nichts mehr kommt und dann plötzlich ein großer Schwall das Pulver über den ganzen Tisch ergießt. Stellen Sie sich bei der Kartusche immer vor, dass sie diese mit echter Flüssigkeit befüllen würden, d.h. achten Sie darauf, sie horizontal zu halten und dass beim Verschließen keine Ritzen und Spalten bleiben.

Achtung: Tonerpulver ist nicht gleich Tonerpulver. Viskosität (Fließeigenschaften), Partikelgröße und v.a. Schmelzpunkt müssen für den jeweiligen Drucker passen. Verwenden Sie das Tonerpulver des Refill-Kits also nur in Kartuschen, für die es auch beworben wird. Falsches Tonerpulver kann im besten Fall zu blassen Ausdrucken führen, im schlimmsten Fall kann es sogar den Drucker verstopfen.

5. Kartusche schließen
Achten Sie beim Zukleben darauf, dass keine Schlitze übrig bleiben, wenn Sie die Kartusche aufgespalten haben. Vorsicht mit Kleber und Toner: Eine übervolle Kartusche deckt über „Tonerbestäubung“ schnell alle Klebeflächen ab. Egal ob Sie die Kartusche gespalten oder ein Loch gebohrt haben: Ein festes verstärktes Klebeband über Loch oder Schlitz verschließt die Kartusche dicht und verhindert ein Auslaufen des Toners.

6. Chip installieren
Falls Ihre Kartusche einen Chip hat, so enfernen Sie diesen (merken Sie sich unbedingt die Orientierung!) und kleben Sie an seine Stelle den dem Refillkit beiliegenden kompatiblen Chip. Fixieren Sie diesen am besten mit Sekundenkleber, aber achten Sie dabei darauf, dass die Kontaktflächen nicht mit Kleber überzogen werden.

7. Ausgangsprüfung
Überprüfen Sie die zusammengebaute Kartusche soweit das geht optisch. Drehen sich Rollen frei, die sich zuvor frei gedreht haben? Steht noch irgendwo ein Spalt offen? Sitzen alle Teile wieder da, wo sie sein sollen? Wenn alles passt, setzen Sie die Kartusche wieder in den Drucker ein und machen sie ein paar Testausdrucke.

Noch ein Wort zum Verschleiß: Eine Laserkartusche ist mechanischem Verschlieiß und chemischem Zerfall (Fotoleitertrommel) unterworfen. Ein mehrfaches Wiederbefüllen ist zwar möglich, aber mit zunehmendem Alter mussen auch gewisse Verschleißteile wie eben die Fotoleitertrommel oder bestimmte Zahnräder ersetzt werden, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Der Plastikkorpus alleine hält quasi unbegrenzt, die sonstige enthaltene Mechanik allerdings nicht. Gründliche Reinigung bei jedem Wiederbefüllungsvorgang kann die Lebensdauer einer Kartusche drastisch erhöhen.

Liste aller unserer Toner-Refill-Kits
Daniel
 
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Re: Tonerkartuschen selbst wiederbefüllen; Tipps & Tricks

Beitragvon zolda » 30.12.2014, 01:29

Tolle tipps! :) So etwas sollte jede Person die in Office und viel mit Drucker arbeitet bei sich haben
zolda
 
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Re: Tonerkartuschen selbst wiederbefüllen; Tipps & Tricks

Beitragvon spencer » 06.01.2015, 07:53

Super!
Gute Tipps.
Diese Information ist sehr gut und sinnvoll.
Vor allem ist sehr nützlich für viele Leute mit Drucker arbeitet.



Gruß
sony xperia z3 handyhülle
spencer
 
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